Prämierte Maturitätsarbeiten 2017

Gewinnerinnen der externen Hauptpreise des Kantons Zürich:

Laura Peter, 6d: Mit Überlebenshilfe aus der Sackgasse - Die Drogenpolitik des Zürcher Stadtrats von 1989 bis 1995 (Betreuer: Jürg Pleiss)
Mit ihrer Forschungstätigkeit hat Laura Peter geschichtliches Neuland erschlossen, d.h. sie hat Unterlagen ausgewertet, die vorher noch kein Historiker in den Händen gehabt hat. Sie hat selbständig das dazu nötige Gesuch um Aktenfreigabe gestellt und den Kontakt zu hochkarätigen Gesprächspartnern hergestellt. Laura Peter bewegt sich mit ihrer Arbeit auf dem Niveau universitärer Forschung hoch über dem, was von einer gymnasialen Maturaarbeit erwartet werden kann.
(An der diesjährigen Prämierung ausgezeichneter Maturaarbeiten von Impuls Mittelschule erhielt Laura denn auch einen der Hauptpreise. Zudem wurde Lauras Arbeit von Schweizer Jugend forscht mit einem Preis ausgezeichnet.)

Nelly Natsch, 6e: Einfluss von Mikroplastik auf den Wasserfloh Daphnia magna (Betreuerin: Isabelle Baumgartner)
Nelly Natsch hat in ihrer wissenschaftlich hochstehenden Maturitätsarbeit ein sehr aktuelles Thema bearbeitet, das noch zu wenig erforscht ist: nämlich das Umweltproblem von Mikroplastik in natürlichen Gewässern.
Nelly hat sich dafür rasch in die Arbeitsweise im Labor eingearbeitet. Die aufwändigen Versuche sind im Laborjournal gewissenhaft und sauber dokumentiert.
In eindrücklichen Bildaufnahmen konnte Nelly eindeutig aufzeigen, dass Daphnien Mikroplastik aufnehmen.

 

Interne Prämierungen:

Chiara Fanuli, 6a: Mein Musikalbum (Betreuer: Martin Eigenmann)

Chiaras Maturitätsarbeit besteht aus sieben selbstkomponierten Songs.
In einem schriftlichen Teil wird dokumentiert, wie Chiara bei der Erstellung der Songs vorgegangen ist und die Lieder aus der Sicht der Verfasserin zu verstehen sind. In einem Arbeitsjournal sieht man, wie die Texte entstanden sind und es stehen sehr persönliche Essays über den Gemütszustand, welcher Chiara zu ihren Texten inspirierte.

Chiara hat überdurchschnittliches Talent. Man kann sich auf ihre nächsten Werke freuen und ihr Platz in der Musikwelt scheint gesichert.

 

Julian Schleelein, 6a: I M NOT HERE (Betreuerin Eliane Binggeli)

Julian hat mit grossem Engagement einen dystopischen Kurzfilm gedreht, um damit Wechselwirkungen von Mensch, Gesellschaft und System zu beleuchten: Beherrschung, Unterdrückung, Instrumentalisierung und dagegen opponierende Kräfte wie Autonomie, Widerstand, Gemeinschaft, Lust und Ausbruch werden inszeniert. Das Setting, für das Julian das Millers Studio nutzen konnte, ist in seiner Abstraktion, Reduktion und Beleuchtung dramatisch und eindrücklich gestaltet. Wir werden in eine Science-Fiction-Welt mit einer Spur Retro Touch entführt.
Julian hat eine überaus engagierte, authentische, intensive und reflektierte Arbeit gemacht die sich sowohl inhaltlich als auch ästhetisch durchwegs auf hohem Niveau bewegt.