Prämierungen

In Zürich einen Anerkennungspreis erhielten:

Felix Helmrich, 6e:        Zufall – eine literarische Untersuchung

Felix Helmrich zitiert die Rolle des Zufalls in Max Frischs Homo Faber (1957) und Silvio Huonders Valentinsnacht (2006). In beiden Romanen ist der Zufall ein zentrales Thema und in beiden Romanen reflektieren die Protagonisten intensiv über Zufälligkeiten in ihrem Leben und den Zufall im Allgemeinen. In ihren verschiedenen Reaktionen auf die Zufälle und in ihren Deutungen des Zufälligen zeigen sich die verschiedenen seelischen Muster der Romanfiguren. Der Zufall als Katalysator der Figurenpsychologie, so lautet – stark verkürzt – das überzeugende Fazit der Analyse. Die Arbeit zeigt auf einem hohen intellektuellen Niveau, wie nützlich klare philosophische und naturwissenschaftliche Begriffe für die Literaturwissenschaft sind. Denn Felix Helmrich legt dar, wie naturwissenschaftliche Theorien (hier Chaostheorie und das Gesetz der grossen Zahlen)und die Psychologie für die literarische Analyse fruchtbar gemacht werden können.

Anna Nyfeler, 6d:           Züriwind – eine Akzeptanzstrategie

Anna Nyfeler beschäftigt sich in ihrer sozialpolitischen Studie mit den Hürden des Baus eines Windkraftwerkes auf dem Uetliberg. In ihrer umfangreichen und selbständigen Arbeit beschreibt sie den Weg zur Realisierung mit grösstmöglicher sozialer, kommunaler und ökonomischer Akzeptanz. Sie berücksichtigt dabei prozedurale und distributive Gerechtigkeitsprinzipien, führt Meinungsstichproben durch, interviewt gekonnt Experten, um schlussendlich den Projektverantwortlichen eine wohlbegründete Strategie zur Hand zu liefern, damit das Projekt die maximale Unterstützung erhält und realisiert werden kann.

 

An der KS Küsnacht prämiert:

Delia Zollinger, 6e:        Igualdad o divisiòn social? La ayuda social de dos gobiernos peronistas

Ausgehend von ihrer persönlichen Erfahrung in Argentinien, wo Delia 2010/11 ein Austauschjahr verbrachte, hat sich die Verfasserin in ihrer Arbeit mit dem Phänomen des Peronismus und der damit einhergehenden politischen und gesellschaftlichen Spaltung des Landes eingehend auseinandergesetzt. Konkret befasst sich Delias Arbeit mit der Sozialpolitik zweier peronistischer Regierungen. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, wie die argentinische Bevölkerung die Sozialprogramme Juan Domingo Peròns (Regierungszeit 1946 -1955), der als Begründer der peronistischen Bewegung gilt, und seine Ehefrau Maria Eva Duarte einerseits sowie der Präsidentschaften Néstor Kirchners (2003-2007)und seiner Ehefrau Cristina Fernandez de Kirchner (seit 2007)andererseits einschätzt. Entstanden ist eine auf Spanisch verfasste Arbeit, die durch eine klare, saubere und wissenschaftliche Sprache besticht.

Luca Bernard, 6a:            Drei Dadaistische Lieder

Luca Bernard hat sich für die Maturitätsarbeit vorgenommen, drei Lieder mit dadaistischen Texten zu vertonen. Für die Instrumente hat er sich die doch recht aussergewöhnliche Formation eines Streichquartetts mit Bariton entschieden. Luca ist es gelungen, den drei Texten drei möglichst verschiedene musikalische Stimmungen zu unterlegen. Das Konzert am Kulturtag zeichnete sich durch eine grosse Professionalität aus, die das Publikum sehr beeindruckte.

Carolina Hock, 6d:          17, weiblich…Musik vom Leben junger Frauen

Carolina Hocks Idee für die Arbeit war es, sich in andere junge Frauen ihres Alters zu versetzen und aus deren Perspektive Lieder zu schreiben. Diese Frauen sollten aus verschiedenen Regionen der Welt  kommen und vor allem einen ganz anderen Hintergrund, ein ganz anderes Leben als Carolina selbst  haben. Carolina hat sich dazu mit Themen wie Kindersoldatinnen, Anorexie, Zwangsbeschneidung und-verheiratung und vielen mehr befasst. Carolina hat die Lieder nicht nur geschrieben und komponiert, sondern auch selbst gesungen und im Studio auf CD aufgenommen. Der Begleittext, den Carolina geschrieben hat, zeigt, dass die Autporini sich intensiv mit den Themen ihrer Lieder befasst hat. Sie macht sich dabei Gedanken zu Situation andere junger Frauen und ihrer eigenen. Sorgfältig und detailliert beschreibt sie, welche Ueberlegungen sie sich beim Schreiben der Lieder bezüglich Wortwahl, Tonlage, Stimmungslage und Instrumentenwahl gemacht hat, um den Gedanken und Gefühlen der Protagonistinnen gerecht zu werden.

Lena Schaller, 6a:            Die Kopie IST das Original

Mit Lena Schaller hat erstmals eine Schülerin mit Schwerpunkt BG den Mut gehabt, eine rein kunsttheoretische Untersuchung zum Gegenstand ihrer Maturaarbeit zu machen. Ausgangspunkt war die Frage nach dem Stellenwert des Originals in der bildenden Kunst. Weshalb strömen Massen in den Louvre, um die originale Mona Lisa zu sehen, wo diese doch im Internet oder in Kunstbänden, auf Bettwäsche oder Computermatten so viel einfacher zu haben ist? Oder auch: Was unterscheidet die bis in die kleinste Einzelheit akribisch mit Oel auf Leinwand nachgebildete Kopie der Mona Lisa von ihrem Original? Im Arbeitsverlauf verlagerte sich Lenas Interesse bald weg vom Original hin zur Kopie: Sie begann nach Beispielen von Kopien innerhalb der Kunst zu suchen, nach Künstlern oder Werken, die explizit die Kopie oder den Vorgang des Kopierens ins Zentrum ihrer Arbeit stellten. Die Vielfalt der entdeckten Kunstströmungen, Künstler und Werke zum Aspekt des Kopierens führt dazu, dass Lena Schaller als Fazit ihre Arbeit unter dem Titel Die Kopie IST das Original abgibt.

Stephanie Frech, 6e:     Around the world in 7 recipes

Das 200 Seiten umfassende Kinderbuch besticht  durch einen fesselnden, humorvollen und poetischen Text. Durch Stephanies Begabung sich in die Seele eine Kindes einzufühlen, ist die Handlungsweise ihrer Protagonistin gut nachvollziehbar und konsequent. Stephanie ist mit ihrer Arbeit ein kleines Meisterwerk gelungen.

Visionenpreis  Solécole

Lukas Lanz, 6e:                 Die KS Küsnacht auf dem Weg zur Vision 2020 – Optimierung des Stromverbrauchs der Kantonsschule Küsnacht

Dieser Visionenfond unterstützt alle Ideen, die uns der Vision 2020 näher bringen, mehr Strom zu produzieren als wir verbrauchen. Mit seiner akribischen und unnachgiebigen Methode, dem Stromverbrauch an unserer Schule auf die Schliche zu kommen und seinen konkreten Empfehlungen zur Effizienzsteigerung in unserem Haus, hat Lukas diesen Preis verdient.