Prämierungen

Externe Prämierung

Christa Rütter, 4a, stellte unter dem Titel „Fructus Fungi“ (Link) eine Modekollektion von 18 Outfits mit Accessoires zusammen, die sie selber entwarf, nähte und schliesslich an einer Modeschau in Zürich der Öffentlichkeit vorstellte. Bei ihren Kreationen und Stoffen liess sie sich an beobachteter und genau dokumentierter Verschimmelung von diversen Früchten inspirieren. Ghena Handijeva, 4b, schrieb eine bewegende, sechzig Seiten umfassende Erzählung über das Heranwachsen einer jungen Frau in einem Pariser Vorort. Neben dem aufwühlenden Inhalt beeindruckt vor allem das Beherrschen des Französischen in all seinen Stilelementen. 

Interne Prämierung

Mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wurde Annina Haab, 4a. Sie legt eine Sammlung von 45 eigenen, formal äusserst vielseitigen Gedichten vor. Ihre gekonnt eingesetzten Stilmittel reichen von Wortspielereien und Metaphern bis hin zu überraschenden Pointen oder auffällig platzierten Ein-Wort-Zeilen. Durch alle Gedichte zieht sich Anninas sicheres Gespür für den Klang und das Zusammenspiel von Wörtern und Zeilen. Ihre Leidenschaft und Beharrlichkeit, ihre Zweifel und ihre Befriedigung am Ende sind nicht nur dem Arbeitsjournal, sondern auch den Gedichten zu entnehmen und lassen erahnen, welche schriftstellerische Knochenarbeit hier geleistet wurde.

Weitere Anerkennungspreise erhielten:

Adina Siegwart, 4a, für ihre Arbeit „Roma vi Sinti nay sal bachalipa“, in der sie sich mit dem Kulturgut der Sinti und Roma auseinandersetzt. Sie hat Texte gesammelt sowie Lieder ausgewählt und bearbeitet und daraus mit mehreren Mitschülern und Mitschülerinnen eine begeisternde, 30-minütige Performance gestaltet und aufgeführt: Ihr Geigenspiel, ihr Gesang, ihr Ausdruck waren mitreissend und bleiben unvergesslich.

Fabian Tritten, 4a, für seinen Kurzfilm „Beat“, den er in Zusammenarbeit mit Thierry Seiler von der KS Unterstrass erstellt hat. Dazu waren unzählige Arbeitsschritte nötig, die alle hervorragend gemeistert wurden. Erwähnt seien beispielsweise das Schreiben der Geschichte, Verhandlungen mit Schauspieler/innen, Dreharbeiten, Regiearbeiten, musikalische Vertonung, Grob- und Feinschnitte oder all die Proben.

Bianca Gadola, 4b, für ihre Arbeit „Gewänder - gewagt – geändert“, die man nicht ohne Schmunzeln betrachten kann. Bianca kreierte Kleider, aber nicht alltägliche, sondern mit witzigen Elementen versehene: So hat etwa ein Ausgehkleid im Schuhabsatz eine Nagelfeile oder in der Achselgegend einen Deodorant eingebaut. Die Auseinandersetzung mit persönlichen Bedürfnissen und weiblichen Klischees werden in den Kleidern und im Kurzfilm sehr gut sichtbar